Es Culleram auf Ibiza

Der Norden Ibizas überzeugt durch einzigartige Sehenswürdigkeiten

Ibiza gilt als perfekte Destination für unbeschwerten Badegenuss und abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm am Abend. Dass es auf der Insel auch ruhiger und beschaulicher zugehen kann, beweist der Norden mit dem bekannten Badeort San Juan, der inmitten von grüner Landschaft durch beeindruckende Sehenswürdigkeiten überzeugt.

Auch wenn der Strand der Cala San Vicente mit touristischer Infrastruktur auch im nördlichen Teil der Insel Gäste anlockt, kommen Urlauber doch hauptsächlich hierher, um in der Abgeschiedenheit in Einklang mit der Natur Zeit zu verbringen und die Sehenswürdigkeiten wie die typisch weißen Kirchen aus dem 18. Jahrhundert zu bestaunen. Der Baustil ist wie auch auf den anderen Baleareninseln typisch aus weißem Steingut, wie sie nicht nur auf Ibiza zu finden sind, sondern auch entlang der spanischen Atlantikküste.

Entlang der Cala San Vicente liegt eine der schönsten Sehenswürdigkeiten der Insel, die Höhle Es Culleram mit dem faszinierenden Altar, dessen Alter mit 2400 Jahren angegeben wird. Dieser ist der Göttin Tanit geweiht, der Fruchtbarkeitsgötting mit einer großen Bedeutung innerhalb des karthagischen Götzenkultes. Dieser war vor allem durch seine ausgiebigen Opferfeste bekannt. Die Höhle auf Ibiza liegt an einem steilen Küstenhang, der den Blick auf das offene Meer zulässt. Anfang des Jahrhunderts entdeckten Einheimische die faszinierenden Höhlengänge wieder, nachdem sie Anfang des Jahrhunderts vorwiegend verschüttet wurde.

Bei den neuerlichen Ausgrabungen der Sehenswürdigkeiten machte man vor allem Funde, die Kultgegenstände und Figuren aus Terracotta darstellten. Diese sind ebenso wie der große Goldschatz nun im Archäologischen Museum in Ibiza Stadt ausgestellt und können neben einigen Höhlengängen der Es Culleram selbst von den Touristen bestaunt werden. Das Höhleninnere besteht aus einer Art Versammlungsraum mit einem massiven Altarstein, der einst als Opferstätte diente. Verzweigte kleinere Gänge, die sich zu Nebenräumen erweitern, machen den Rest der erforschten Höhle aus. Auch wenn aufgrund der eher trüben Lichtverhältnisse und der manchmal etwas unübersichtlichen Verzweigungen das Höhleninnere dieser Sehenswürdigkeiten nicht ganz ergründet werden kann, wird den Besuchern dennoch ein etwas mystischer Eindruck vermittelt. Besucher können durchaus nachvollziehen, dass aufgrund der gesamten Umgebung des Ortes und der eindrucksvollen landschaftlichen Prägung am steilen Felsen die Karthager genau hier eine ihrer wichtigsten und zentralsten Kultstätten errichtet haben.